„Wie kommt es zu einem echten geistlichen Aufbruch, der das Leben der Jugendlichen und ihr Umfeld verändert?“ das ist die wesentliche Frage für mich! Das war auch die Frage, die mich 2004 dazu bewegt hat, das R3-Konzept zu entwickeln.

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Als Jugendsekretär der freien evangelischen Gemeinden (FEG) in der Schweiz hatte ich Einblick in viele Jugendarbeiten. Nur an wenigen Orten fand ich sichtbare Antworten auf meine Frage. Etliche der Arbeiten vegetierten vor sich hin – ohne wirkliches Leben. Dagegen musste etwas unternommen werden! An einem einzigen Tag – auf einem Gebets-Spaziergang – entstand das Fundament zu R3. Offenbar drängte Gott vorwärts. 2005 wurde R3 zum ersten Mal lanciert. Zuerst vor allem in schweizer FEGs, aber innert kurzer Zeit kamen viele andere Gruppen und Gemeinden dazu. Rund 90 Jugend- und Teenagerarbeiten haben in dieser Zeit das Konzept auf Herz und Nieren getestet und gelebt.
Die Erfahrungen waren so bunt und unterschiedlich wie die Gruppen. An einigen Orten kam es regelrecht zu geistlichen Aufbrüchen: Leben wurden verändert, Jugendliche fanden Jesus und ich konnte nur staunen. In anderen Arbeiten geschah kaum etwas. Ich lernte daraus, dass das R3-Konzept echtes Potenzial zur Veränderung hatte, aber an sich kein Garant für geistliches Wachstum ist. Einen wesentlichen Unterschied zwischen den Jugendarbeiten machten die Leiter und die Art und Weise wie das Konzept umgesetzt wurde. Das war eine der wichtigsten Erkenntnisse für mich. Aus diesem Grund wurde vor allem das Leitermaterial nochmals überarbeitet.
Wir können Wachstum nicht machen oder erzwingen. Wachstum schenkt Gott! Wir können aber dafür sorgen, dass die Bedingungen für Wachstum erfüllt werden. Deshalb gibt es das R3-Konzept. Ich hoffe und bete, dass es Gott gebraucht, dein Leben, deine Jugendarbeit und die Jugendlichen und Teens von der Wurzel her, radikal zu verändern. Das wird Auswirkungen haben!

Inhaltlich geht es um drei Beziehungsdimensionen:

  1. Radikale Beziehung mit Gott
  2. Radikale Beziehungen mit Christen
  3. Radikale Beziehungen mit Nichtchristen

Diese drei Dimensionen sind untrennbar miteinander verbunden. Ein Würfel hat auch drei Dimensionen. Ich kann nicht eine davon weglassen, ohne dass der Würfel kein Würfel mehr ist.

R3 ist aber wie gesagt ein ganzes Konzept, das du in deiner Jugend- und Teeniearbeit umsetzen kannst. Dazu gehören drei wesentliche Elemente:

  • Strategie
  • Material
  • Lifestyle

Strategie

Dieses Material ist nicht einfach eine pfannenfertige Sache, die du nur noch aufwärmen musst und den Teilnehmern deiner Gruppe präsentieren kannst. Sorry! Vielmehr bietet es dir eine Strategie für die Jugendarbeit, die du dir zu Eigen machen musst. R3 ist kein Konzept für Vorbereitungsfaule, sondern für Leiter, die sich danach sehnen, dass etwas in Bewegung kommt. Wenn du nicht selber bewegt bist, wird durch dich auch kaum etwas bewegt werden. Vier Prinzipien bilden die strategische Grundlage des R3 Konzepts:

  • Prozess statt Programm – Es kann bei diesem Konzept also nicht darum gehen, dass du einfach eine Vorbereitungshilfe bekommst oder euer Programm gefüllt wird. R3 ist prozessorientiert – von Grund auf! Das erklärte Ziel ist, dass die Jugendlichen und Teens verändert werden.
  • Tun statt wissen – Dieser Prozess soll im Leben, im Alltag sichtbar werden. Alles andere ist zu wenig! Blosses Wissen ist zu wenig! Jede Session im Material hat deshalb eine „praktische Verpflichtung” mit dem Ziel Wissen praktisch werden zu lassen.
  • Weniger statt mehr – Echte Veränderung braucht Zeit! Das R3-Konzept ist auf einen längeren Zeitraum angelegt. Die zwölf Sessions legen eine Dauer von zwölf Monaten nahe. Oft machen wir den Fehler, dass wir zu viel Verschiedenes bieten und lehren. Dem wirkt R3 entgegen.
  • Prägen statt predigen – Du als Leiter spielst neben Gott die wesentlichste Rolle, wenn es darum geht, ob durch R3 etwas bewegt und ausgelöst wird oder nicht.

Material

Das Materialpaket besteht aus Teilnehmer-, Leiterheft und einer umfangreichen DVD. Weitere Ressourcen finden sich auf der Website www.r3-online.net. Folgende grundlegenden Themen werden behandelt. Pro Thema eine Session:

  1. Wieso bin ich?
  2. Gott hat die Initiative ergriffen
  3. Sich Gott anvertrauen
  4. Gott ist dir so nah wie niemand sonst
  5. Gott geniessen!
  6. Beziehung leben!
  7. Wir sind miteinander verbunden…
  8. Wir sind anders
  9. Fehler erlaupt!
  10. Echte Freundschaft pflegen
  11. Freundschaft hat Grenzen!
  12. Gott muss erfahrbar werden!

Lifestyle

Diese drei Beziehungsebenen wollen aber vor allem gelebt werden. Es geht nicht um ein weiteres Material in der Jugendarbeit. Es geht um einen Lifestyle. Das R3-Material kann dazu eine Starthilfe sein, aber es muss weiter gehen! Vielleicht wird deine Jugendarbeit davon grundlegend geprägt und verändert werden. Ich wünsche es mir!

Michael Berra


Weitere konkrete Infos findest du in folgenden PDF-Downloads: