„Was braucht meine Jugendarbeit am dringendsten?“ Dieser Frage stellten sich rund 400 Leiterinnen und Leiter der jungen Generation am Jugendleiterkongress vom 12.-13. November auf St. Chrischona.

„Dass du tief verbunden mit Jesus lebst“ war gleich zu Beginn der Konferenz die Antwort von Thomas Härry, Referent und Buchautor. Aus dieser Beziehung lasse sich die Kraft und Freude ziehen für den herausfordernden Leiteralltag. Eine erneuerte, von Jesus „angezündete“ Person werde man, indem man sich anhaltend auf den Weg der Erneuerung begebe, was beinhalte, mit Gott zusammen die Punkte anzupacken, die er aufzeigt. Es sei normal, dass man im Leben und in der Leiterschaft immer wieder auf Probleme stosse. Aber wer beständig umkehre, werde mehr und mehr zu einer erneuerten und reifen Persönlichkeit.

 

Leben mit einer Sicherheitslinie

Wer sich als Leiter engagiert, ist nicht automatisch vor Aktionismus geschützt. Äussere Umstände verlangen einem zwar viel ab, seien aber praktisch nie alleine verantwortlich für eine Überforderung. Zentral sei die Frage: „Wer bin ich eigentlich? Was bin ich wert?“. Die Unterscheidung zwischen dem, was wirklich mein Auftrag sei, und dem, was ich mir aus meinem Getriebensein auflade, könne wie eine Sicherheitslinie auf der Autobahn schützen. Die jungen Leiter sollen lernen, nicht von der Frage auszugehen „Wie viel kann ich?“, sondern: „Wie viel soll ich?“ Jährliches Timeout für Jugendleiterteams Umrahmt wurde der Jugendleiterkongress von der Worship-Band heimspiel und dem Comedian Mimuk (Alex Fröhlich). Der Jugendleiterkongress newleaders.ch findet jährlich im November statt. Das Wochenende eignet sich für Teams aus der Teenie- und Jugendarbeit. Der Transfer des Gehörten in die Praxis ist wesentlich, deswegen werden die Referate und Workshops immer wieder durch Reflexionszeiten unterbrochen. So können die Inhalte bereits am Kongress innerhalb der Teams vertieft werden.

Der nächsteJugendleiterkongress findet vom 10.-11. November 2012 statt.

newleaders.ch wird von den sechs Trägerverbänden BESJ, Chrischona, FEG, Jugendallianz, VFMG, youngleaders.ch und youthplus angeboten. Diese Zusammenarbeit hat das Ziel, Teams aus der Jugend- und Teeniearbeit zu unterstützen und in ihrer Leiterschaft zu fördern.

www.newleaders.ch | info [at] newleaders [dot] ch

 

Alle Referate von Thomas Härry gibt’s auf der newleaders.ch-Seite gratis zum Download.

 

 

 

43 von 100 jungen Menschen in der Schweiz glauben, dass es einen Gott gibt, 58 Prozent gehen von einer höheren Macht aus. Doch nur einer von acht besucht den Gottesdienst monatlich oder häufiger. Ganz anders ist die Situation bei den Freikirchen, wo der Gottesdienstbesuch dazugehört.

Das neue Jugendbarometer der Credit Suisse, vom Forschungsinstitut GFS Bern erstellt, unterstreicht: Am allerwichtigsten für die 16-25-Jährigen sind gute Freunde.

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Mach jetzt mit bei der online Umfrage „Jugendgruppen 2011“ und gewinne tolle Preise. Durch die Umfrage wollen wir herausfinden, wie dir das Angebot für Jugendliche in deiner Gemeinde gefällt. Gleichzeitig hast du beim Ausfüllen der Umfrage die Chance auf einen super Gewinn:

 

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Der christliche Glaube spielt im Alltag der meisten deutschen Familien keine Rolle. Viele Eltern lassen ihre Kinder selbst entscheiden, ob und wie intensiv sie sich mit Religion beschäftigen wollen. Das Magazin “Focus Schule” hat untersucht, was Jugendliche über Gott und den Glauben denken.

Nele will sich nächstes Jahr zum Konfirmandenunterricht anmelden, obwohl sie erst einmal in ihrem Leben einen Gottesdienst besucht hat. Ihre Eltern sind aus der Kirche ausgetreten. Damit Nele und ihr Bruder etwas über christliche Werte lernen, haben ihre Eltern sie an einer konfessionellen Schule angemeldet. Auf diese Art sollen die Kinder die Möglichkeit haben, einen eigenen “Zugang zur Religion zu bekommen, heißt es in dem Artikel “Was glaubst’n du so?” in der aktuellen Ausgabe von “Focus Schule”.

Dass Eltern heute ihren Kindern oft freistellen, ob diese sich konfirmieren lassen, bestätigen auch andere Jugendliche, die das Magazin befragt hat. Nur wenige haben zuhause jemals gebetet oder sich mit dem Glauben beschäftigt. Jugendliche, denen die Eltern es selbst überlassen, ob sie sich zum Konfirmandenunterricht anmelden, fällt es schwerer, regelmäßig zu kommen, beobachtet der evangelische Pfarrer Sebastian Kühnen. Kinder von Eltern, die dem Glauben positiv gegenüberstehen, zeigten deutlich mehr Engagement und Freude, so der Theologe.

Aus Pfadfindern werden meist keine Gemeindemitglieder
Die katholische Kirche erreiche viele Kinder und Jugendliche über die Pfadfindergruppen. So auch die 19-jährige Clara, die seit vielen Jahren bei den Pfadfindern teilnimmt und inzwischen Jugendleiterin ist. Sie ist nicht getauft, ihre Eltern bezeichnet sie als “nicht religiös”. Dass die Kirche ihr die Möglichkeit zur Jugendarbeit bietet, findet sie gut, dennoch ist Taufe für Clara kein Thema. Daran habe sie noch nie gedacht. Aus den jungen “Pfadis” werden selten Kirchgänger – ohne Engagement der Eltern lassen sich Kinder kaum dauerhaft in lokale Gemeinden einbinden, fasst “Focus Schule”-Autorin Caroline Mascher zusammen.

Laut der Shell Jugendstudie 2010 geben 23 Prozent der Jugendlichen aus den westlichen Bundesländern an, sie glauben an einen persönlichen Gott. In den ehemaligen DDR-Ländern sagen das nur rund acht Prozent. Hier zeichnet sich ein Unterschied zu den Kindern aus muslimischen Familien ab: 44 Prozent von ihnen glauben an Gott.

Woran orientieren sich Jugendliche, wenn die Religion als wertgebende Instanz ausfällt? 70 Prozent der Schüler sagen, ihre Eltern seien ein moralisches Vorbild für sie.

Die Journalistin Caroline Mascher kommt zu dem Schluss: “Religion scheint im Jahr 2011 eine Frage der Bildung zu sein und der Glaube an Gott eher Ausdruck eines individuellen Gefühls.” Niemand möchte ganz auf Religion verzichten, irgendwie gehört sie im christlichen Abendland eben doch dazu, allerdings suche sich jeder “die Bestandteile seines Wertesystems” selbst zusammen, sagt der Jugend-und Bildungsforscher Heiner Barz. Diese Entwicklung bezeichnet er als “Patchwork-Religiosität”. (pro)

Quelle: Pro Medienmagazin
Foto: fotolia/Gerhard Seybert

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