Was ist ‘Glaube zuhause leben’?

 

“Glaube zuhause leben” ist eine Initiative, das persönliche Glaubensleben bewusst zu leben und auch neu den Schwerpunkt auf dieses Thema zu richten.

“Glaube zuhause leben” ist ein “Wert” des Lebens als Christ, der mit “Evangelisation” verglichen werden kann. Es ist kein neuer Bereich der Gemeindearbeit. “Glaube zuhause leben” muss im Gegenteil in allen Bereichen der Gemeindearbeit eingewoben sein. Man kann festhalten, dass dieses Thema im Bereich Jüngerschaft anzusiedeln ist.

Glaube zuhause leben ist kein Projekt, es ist eine Lebensweise!

Neu oder erstmals in den Focus ist dieses Thema im Herbst 2007 gekommen, als im Rahmen einer Konferenz von Willow Creek Schweiz der Referent Mark Holmen die Notwendigkeit eines solchen Schwerpunktes (Faith at home) aufgezeigt und auch gleich Lösungsvorschläge gemacht hat. (Link zum Buch von Mark Holmen)

Diese Homepage ist eine Plattform für solche Interessenten. Es wird hier ein Austausch von Gedanken gepflegt. Es sind nicht alle Vorschläge druckreif. Manchmal sind es auch nur Fragen.

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Wie hat sich „Glaube zuhause leben“ in den letzten Jahren entwickelt? (eine Übersicht)

Schon kurz nach der Jahrtausendwende machte sich in der ganzen Gesellschaft aber auch im Gemeindekontext eine Entwicklung mehr und mehr breit, die in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen die Eltern mehr einbeziehen wollte. Es wurden verschiedentlich Schulungsangebote unter dem Titel „Was wäre, wenn Eltern und Gemeinde zusammen arbeiten würden?“ angeboten.

2007 kam der eigentliche Durchbruch bei einer Ideenkonferenz, die in Winterthur durchgeführt wurde. Mark Holmen aus Amerika zeigte aus eigener Erfahrung als Jugendpastor und als leitender Gemeindepastor auf, wie gross der Einfluss von Eltern bei der geistlichen Entwicklung der Kinder ist. Er brachte auch einen Vorschlag, wie die verlorengegangenen Rituale in den christlichen Familien auf einfache Weise wieder aktiviert und geschult werden können. Die „Glaube zuhause – Impulse“ wurden zum Thema. Auch ein Buch von Mark Holmen ist in der Zwischenzeit erschienen (Link siehe oben)

Im Anschluss an diese Konferenz entstand der Blog „Glaube zuhause leben“ und auch eine halbjährliche Austauschrunde wurde gegründet. Beide hatten das Ziel, dass Interessierte sich gegenseitig ihre Erfahrungen zur Verfügung stellten und so gemeinsam wachsen konnten. Bald einmal wurde klar, dass die oben genannten Impulse zwar am ehesten und mit Erfolg bei Kindern angewendet werden konnten – aber was war mit den Jugendlichen und den jungen Erwachsenen? Holmen betonte auch bei seinem zweiten Auftritt in Sursee im Mai 2009, dass die ganze Gemeinde einbezogen werden müsse, aber konkrete Umsetzungsvorschläge waren nicht wirklich greifbar. Sehr gut umsetzbar und in manchen Gemeinden bald beliebt waren aber die eigentlichen ElternIMPULSE. Inhaltlich ging es darum, dass Eltern neu motiviert und angeleitet wurden, wie sie geistliche Rituale mit ihren Kindern wieder leben können (Gebet, Segnen, Geschichten erzählen usw.) Die Impulse finden in der Regel am Sonntagmorgen während des Gottesdienstes statt und haben eine klare Struktur:

1. Motivation / Begründung

2. Beispiel aus der Praxis / Zeugnisse

3. Gleich sofort umsetzen

4. Material und Anstösse für den Alltag

Zu den Impulsen werden wenn immer möglich – soweit es vom Alter und Thema her geeignet ist – die Kinder zusammen mit ihren Eltern eingeladen. So können sie miteinander exemplarische Erfahrungen machen, an die sie miteinander zuhause anknüpfen können.

Angeregt durch eine Übersicht über die Entwicklungsstufen von Kindern und Jugendlichen der Willow Creek Gemeinde Chicago und dem Arbeitsheft – mensch versteh mich – der Takano Fachstelle EMK in Olten machte sich 2010 das Strategieteam Jugend der Chrischona Gemeinden Schweiz an die Arbeit um eine Entwicklungsübersicht über alle Stufen zu verfassen. Die Übersicht kann unter gzl.chrischona.ch (0-20plus) heruntergeladen werden. Mehr und mehr machte sich die Überzeugung breit, dass innerhalb der Gemeindegruppen eine Verbindung und ein Gesamtbogen geschaffen werden muss. Im Mai 2011 fand zum Thema „Impulstag 0-20plus“ ein Arbeitstag für Hauptleitungen aller Altersstufen in Sursee statt. Im September folgte ein Impulstreffen zum Thema „0-20plus – neu denken“. Damit war der Begriff „0-20plus“ geprägt.

Im Zusammenhang mit dem Impulstag im Mai 2011 in Sursee taucht auch der Begriff „Think Orange“ erstmals in einer grösseren Runde auf. Orange ist eine Initiative, die sich im Raum Atlanta und mittlerweile weit darüber hinaus zum Ziel gesetzt hat die Zusammenarbeit von Eltern und Gemeinden neu zu fördern. Zusätzlich werden bei diesem Ansatz alle Leitungspersonen der Gemeindegruppen angesprochen und es sind auch Mitarbeitermaterialien verfügbar. Orange arbeitet mehr strategisch als dies beim Ansatz von Mark Holmen der Fall ist, aber die Einfachheit tritt etwas in den Hintergrund. An einer Promiseland-Konferenz in Deutschland wurde Orange im November 2011 einem breiteren Publikum vorgestellt. Im Sommer 2012 sollen zwei Bücher in Deutsch erscheinen.

Anfang 2012 wurde im ganzen deutschsprachigen Raum die Aktion „Glaube am Montag“ gestartet. Verschiedenste Verbände und Werke starten Aktionen und veröffentlichen Materialien, um den Glauben der Christen im Alltag zu fördern und zu unterstützen. Es ist eine Fülle von Ideen verfügbar und es werden immer noch mehr. Im Internet und in gedruckter Form werden 2012 weitere Anstösse präsentiert.

WIE REAGIEREN WIR NUN IN DER GEMEINDE AUF ALL DIE GUTEN ANSTÖSSE?

Ich bin der Meinung, dass es ein Dach – ein Label – braucht, unter dem alles zusammengefasst werden kann. Ich schlage vor, diesem Dach den Namen „Glaube zuhause leben“ zu geben. Es werden auch in den nächsten Jahren noch neue Ideen angeboten werden. Sicherlich werden auch sehr gute Impulse dabei sein. Alles zusammen kann gut unter diesem Dach zusammengefasst werden. Um Verwechslungen vorzubeugen werden die „Glaube zuhause Impulse“ in „ElternIMPULSE“ umbenannt. Hans Forrer kann als Berater für die Einführung oder konkrete Umsetzung in der Ortsgemeinde beigezogen werden.

Ende 2011 wurde ein eigenes Logo für „Glaube zuhause leben“ geschaffen. Die Bescheidenheit dieses Logos soll genau zeigen, dass es nicht alleine stehen will, dass es aber überall einfliessen will und kann.

Mehr Infos und Links unter: http://gzl.chrischona.ch
oder www.glaubezuhauseleben.ch

Im Februar 2012 / Hans Forrer

 

 

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