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	<title>YP Community &#187; 20er</title>
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	<description>Das soziale Netzwerk auf young-people.ch</description>
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		<title>Web2.0: Die Kirche mitten in der virtuellen Stadt</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 07:30:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Berra</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Mensch ist für Gemeinschaft designt, für Interaktion, für Dialog. Eines der grössten Kommunikationstools, das wir kennen &#8211; das Internet <br />>>mehr dazu...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/07/city.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2618" title="city" src="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/07/city-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Der Mensch ist für Gemeinschaft designt, für Interaktion, für Dialog. Eines der grössten Kommunikationstools, das wir kennen &#8211; das Internet &#8211; passt sich an diese Tatsache an. Millionen von Menschen nutzen die neuen Möglichkeiten. </strong><strong>Gerade jetzt ändert sich enorm viel im Bereich Web und wie Menschen damit umgehen! Stellen wir uns das Web als Stadt vor…<span id="more-12295"></span><br />
</strong></p>
<h3>Im Zentrum: der Mensch</h3>
<p>Wir Menschen sind eine grosse Gemeinschaft und leben in einem globalen Dorf, einer Stadt. Wie wir im „realen Leben“ kommunizieren, das können wir heute immer reibungsloser auch online tun. Das Web ist nur ein Werkzeug, ein Tool, das diese Interaktion ermöglicht. Es geht um Gemeinschaft, es geht um Austausch zwischen Menschen. Das Social Web ist nicht neu &#8211; die Technologien (Browser &amp; Webplattformen) sind nun einfach endlich soweit, dass das, was wir schon längst „offline“ kennen, online möglich ist.</p>
<h3>Eine lebendige Stadt pulsiert</h3>
<p>Die Online-Stadt ist ein spannender, inspirierender Ort. Wo sie vor 5 Jahren von Marketingsprüchen bestimmt war, findet heute zusätzlich echter Dialog statt. Teilen von Informationen ist einfach, Marketing verliert glücklicherweise seine Dominanz. Durch Empfehlungen und Bewertungen haben normale Menschen Stimmen, die viel mehr zählen als Plakatwerbung. Das Web ist ein freundlicher Ort geworden.</p>
<h3>Nicht mehr nur Schaufenster</h3>
<p>Websites, die nur informieren sind nur noch ein kleiner Teil der Online-Welt. Sie sind die Schaufenster, die wir sehen, wenn wir durch die Stadt gehen. Oder sie sind verstaubte Infokästen mit violetten Papierblumen vor Kirchen. Nicht sehr wirkungsvoll in der pulsierenden Stadt&#8230; Wo früher das Web nur aus solchen Schaufenstern bestanden hat, sind jetzt Cafés, Lounges, Veranstaltungen, Themen-Clubs und Leben in den Strassen dazu gekommen.</p>
<h3>Inkarnation &#8211; Gott mitten in der Stadt</h3>
<p>Wer Gemeinschaft bieten will, kann sich nicht mit violetten Blumen im Infokasten zufrieden geben. Die Frage ist: will eine Kirche wirklich Teil dieses Stadtlebens werden (wie sich Jesus mitten ins Zeug gelegt hat) oder hofft die Kirche irgendwie, dass einige durch die violette Blume ins eigene Haus finden?</p>
<p><a href="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/07/youtube-logo.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-2620" title="youtube-logo" src="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/07/youtube-logo-300x154.png" alt="" width="180" height="92" /></a>Konkret heisst das: wer an Gemeinschaft interessiert ist, begibt sich hin zu den Leuten &#8211; in welchem Haus auch immer sie sich befinden. Man begibt sich in die Cafés (Twitter oder Blogdiskussionen), in die Clubs (Facebook Fansites, Online Communities), in Fachgruppen (Google+, Xing) und wird gemeinsam kreativ in den Ateliers der Stadt (YouTube, Flickr). Der Fokus verschiebt sich vom Schaufensterdenken (&#8220;kommt zu uns&#8221;) zum Jesus-Denken (&#8220;gehen wir hin&#8221;). Und das ist sehr gut so.</p>
<p><a href="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/07/twitter.png"><img class="size-medium wp-image-2619 alignright" title="twitter" src="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/07/twitter-300x110.png" alt="" width="180" height="66" /></a>Eine starre Kirchenwebseite hat so viel Bedeutung wie ein Öffnungszeiten-Schild (immerhin). Öffnen wir Türen (z.B. mit interaktiven Möglichkeiten) aber gehen wir auch hin zu den Leuten &#8211; und geniessen den Rummel in der Online-Stadt. Ich hoffe, ich sehe den einen oder anderen mal an einer #Twitterbier-Veranstaltung.</p>
<p><em><a href="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/07/samsteiner.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2626" title="samsteiner" src="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/07/samsteiner.jpg" alt="" width="100" height="100" /></a>Sam Steiner arbeitete 10 Jahre in Web-Agenturen als Web- und Software-Entwickler, hat verschiedene Online-Community-Websites aufgebaut, an mehreren Kirchen-Websiteprojekten mitgewirkt und hilft mit seiner <a href="http://alike.ch/" target="_blank">Social Web Agentur &#8220;alike&#8221;</a> Firmen und Organisationen sich zurecht zu finden in der freundlichen, neuen Stadt, von der er begeistert ist.</em></p>
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		<title>Was ist dran an der &#8220;dran-Studie 19+&#8221;?</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 09:44:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Berra</dc:creator>
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		<description><![CDATA[2009 veröffentlichte das christliche Magazin „dran“ eine Studie zur Generation der 20-somethings (Zielpublikum des Magazins) und beauftragte dazu das Institut <br />>>mehr dazu...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/06/dranlogo.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-2598" title="dranlogo" src="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/06/dranlogo-300x54.png" alt="" width="300" height="54" /></a>2009 veröffentlichte das christliche Magazin „dran“ eine Studie zur Generation der 20-somethings (Zielpublikum des Magazins) und beauftragte dazu das Institut Empirica. Die Studie betrifft Junge Erwachsene zwischen 19 und 29 Jahren in Deutschland. So viel zu den allgemeinen Facts.<span id="more-12090"></span><br />
Dieser Artikel fasst nochmals die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und analysiert dann vor allem die Antworten und die ganze Studie. Meiner Meinung kommt man zu den wirklich wichtigen  Erkenntnissen, wenn man sich nicht auf die konkreten Antworten konzentriert. Übers Ganze stelle ich auch einen Teil dieser Studie in Frage.</p>
<h3>Interessante Ergebnisse</h3>
<ul>
<li>Interessanterweise sehen 67% der Befragten Jungen Erwachsenen (JE) das <strong>klassische Modell von Gemeinde als relevant auch für die Zukunft</strong>. Das entgegen dem vieldiskutierten Abschied von Kirche 1.0 zugunsten von Kirche 2.0 (alternative Formen, etc).</li>
<li>Zwischen 60-70% der Befragten sehen auch explizit die Gemeinde (Gesamtgemeinde) als ihre <strong>geistliche Heimat</strong></li>
<li>Die Top-5 Antworten, was zur Zeit am <strong>Wichtigsten fürs geistliche Wachstum</strong> der befragten JE ist:<br />
1. Bibel (53%)<br />
2. Gebet (48%)<br />
3. Gespräche mit Freunden (43%)<br />
4. Hauskreis/ Kleingruppe (30%)<br />
5. Lobpreismusik/ Worship (30%)<br />
Erst an sechster Stelle kommt mit 28% die Predigten im Gottesdienst. Dies hängt wohl auch damit zusammen, dass nur die Hälfte der JE von den Predigten, die sie hören, angesprochen werden.</li>
<li>Interessant ist, dass ein Bedürfnis nach Angeboten in der Gemeinde besteht, die noch kaum vorhanden sind: 42% würden <strong>Mentoring-Beziehungen</strong> in Anspruch nehmen – wenn es so etwas offiziell geben würde. 26% würden sich für <strong>Zweierschaften</strong> begeistern lassen.<br />
Man müsste sich also Gedanken machen, ob es an dieser Stelle keinen Handlungsbedarf gibt!</li>
<li>Spannend: 70% der JE wollen, dass <strong>Antworten auf ethische Fragen</strong> innerhalb der Gemeinde klar kommuniziert werden sollten (z.B. zu Sex vor der Ehe, etc). Also kein „Wischi-Waschi“… Gleichzeitig soll diese Fragen aber jeder Christ eigenverantwortlich beantworten. Das ist klar und grundsätzlich keine Diskrepanz. Man will klare „Ansagen“ hören, aber dann selbst entscheiden. Das trägt wohl auch zum nächsten Punkt bei…</li>
<li>Übers Ganze wird auch in dieser Studie (<a href="http://young-people.ch/lifestyle/trends/umfrage-unter-jungen-erwachsenen-zwischen-wunsch-und-realitat/" target="_blank">wie auch schon in der Umfrage in und um Rapperswil</a>) durch die Antworten deutlich: <strong>Wunsch und Realität klafft bei JE ziemlich weit auseinander.</strong> In der Studie wird das so formuliert: „Wir haben den hohen Anspruch – setzen ihn aber in unseren eigenen Gruppen nicht um.“ (S.9) Das wird auch deutlich am Bsp von Mentoring: Wenn es nämlich solche Angebote in der Gemeinde gibt, werden sie nur von 40% auch genutzt.</li>
<li>„Sehr wichtig ist ihnen [den JE], dass man sie als <strong>eigenständige Gruppe</strong> mit eigenen Bedürfnissen wahr- und ernst nimmt und nicht nur als Übergangsphase zwischen Teens und Familienmensch.“ (S.10)<br />
In einem Artikel im Heft zur Studie wird dann womöglich zu Recht gefragt: „Verbaut sich Gemeinde mit dem Bild als Familie den Weg zu den Jungen Erwachsenen?“ (S.63)</li>
</ul>
<h2>Provokative Fragen an die Studie</h2>
<h3>Gefährliche Einseitigkeit</h3>
<p><a href="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/06/fragezeichen.jpg"></a><a href="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/06/fragezeichen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2592" title="fragezeichen" src="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/06/fragezeichen-e1307612638759-300x215.jpg" alt="" width="300" height="215" /></a>Meine Hauptfrage an diese Studie ist absolut grundsätzlich: Vermittelt diese Studie kein falsches Bild, weil nur christliche JE befragt wurden (die zu 80% aus christlichem Elternhaus stammen…)? Natürlich muss man sich einschränken und natürlich war das Ziel der Studie die geistliche Befindlichkeit von JE in den Gemeinden festzustellen. Aber wird nicht gerade dadurch das Bild verzerrt? Wenn ich nur die frommen Insider Frage wie Gemeinde und Kirche sein müsste, dann bekomme ich ein falsches Bild! Was ist mit denen, die noch nicht dazugehören? Was ist mit denen, die Jesus noch nicht kennen? Müsste das von unserem missionarischen (oder von mir aus missionalen) Auftrag her die Hauptfrage sein?<br />
Ich glaube deshalb, dass diese Studie zu einseitigen, vielleicht sogar falschen Schlüssen führen kann. Wenn sich die frommen JE innerhalb der Kirchen und Gemeinden wohl fühlen, heisst das noch lange nicht, dass die Gemeinde auch die richtige Ausrichtung hat und relevant Reich Gottes baut. Meiner Meinung nach wird dieser Fehler auch oft gemacht, wenn in Gemeinden „mehr für die JE gemacht werden soll“. Was tut man? Man fragt die noch vorhandenen JE, was sie denn brauchen, was ihnen passen würde… Aber geht die Frage in die richtige Richtung? Müssten nicht mindestens ebenso die JE auf den Strassen unserer Ortschaften gefragt werden?<br />
Von daher stelle ich auch diese Aussage in einem Artikel zur Studie in Frage: „Die Studie legt nicht nahe, dass Junge Erwachsene auf der Suche wären nach besseren Programmen oder einer grösseren Bühnenshow.“ (S.65) Stimmt das? Das mag auf die kirchlichen JE zutreffen, die bereits Teil der Gemeinden sind und schon länger mit Jesus unterwegs sind. Aber trifft das auch auf „externe“ JE zu? Nicht unbedingt! In unserer Arbeit vor Ort erlebe ich es immer wieder, dass kirchenferne Besucher diese „Bühnenshows“ sehr schätzen und unsere eigenen JE durchaus auch mal simpler fahren würden (die stemmen das „Programm“ ja auch <img src='http://young-people.ch/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> ). Mir geht es dabei nicht in erster Linie um die Art des Programms und um die Form… Aber seien wir nicht zu vorschnell mit Schlüssen bezüglich Programmen und Angeboten, wenn wir nur unsere eigenen Leute fragen!<br />
Zu guter Letzt scheint mir ein Resultat der Studie, das kaum irgendwo erwähnt wird in diesem Zusammenhang spannend: Rund 60% der Befragten sieht die eigene Gemeinde als wenig bis gar nicht missionarisch/evangelistisch ausgerichtet. Aber über 50% der JE wollen auch nicht mehr Anreize zu missionarischem Engagement&#8230; Es ist ok, wie es ist.<br />
<strong>FAZIT: Das Ergebnis der Studie scheint verblüffend zu zeigen, dass sich JE in Gemeinden im grossen und ganzen richtig wohl fühlen. Die Frage ist aber: Was ist mit denen, die gerade nicht in Gemeinden sind (Christen &amp; Noch-Nicht-Christen)?!</strong></p>
<h3>Wirklicher Spiegel der Realität?</h3>
<p><a href="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/06/spiegel.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2590" title="spiegel" src="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/06/spiegel-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Meine zweite grundsätzliche Anfrage an die Studie geht in eine ähnliche Richtung: Spiegeln die rund 2000 befragten JE wirklich den IST-Zustand in unseren Gemeinden wieder? Allein schon der Titel der Studie legt nahe, dass sich vor allem JE angesprochen fühlen. Logisch J. Aber damit findet wohl auch die Verbreitung der Fragebögen der Studie vor allem Verbreitung in Gemeinden, die JE haben und erreichen. <strong>Meine These: Das Bild, das durch die Studie gezeichnet wird ist zu positiv, weil ohne Absicht nur ein kleiner Teil der „christlichen“ JE  befragt wurde.<br />
</strong>Ein paar Hinweise dazu:</p>
<ul>
<li>In den Gemeinden der Befragten macht die Altersgruppe der 19-29 Jahre alten rund 21% aus. Wenn man bei uns landauf und landab in die Kirchen schaut, dann ist dieser Wert extrem hoch. Könnte es also nicht sein, dass die Befragten also vor allem aus gemeindlichem Hintergrund kommen, der durchaus bereits attraktiv ist für JE? Vielleicht grössere Gemeinden (fast 80% der Antworten kamen aus städtischem Umfeld…)? Darauf würde auch der Prozentsatz an spezifischen Jugendgottesdiensten (fast 50%!) und sogar speziellen Gottesdiensten für JE (gegen 30%!) hinweisen. Meiner Erfahrung nach ist das weit weg von der Realität der meisten Gemeinden.</li>
<li>Wenn die Realität der Anzahl JE im Normalfall geringer ist, als im Ergebnis der Studie (und das behaupte ich aufgrund von meinen Erfahrungen zumindest in der Schweiz!), dann wird deutlich, dass eine grosse Gruppe JE nebst den Noch-Nicht-Christen kaum vorkommt: Denen, die nicht mehr Teil einer Gemeinde sind und womöglich auch grundlegende Fragen zum christlichen Glauben haben. Von den über 2000 Befragten geben nur 163 an, ohne Gemeinde zu sein. Und praktisch alle waren einmal in einer Gemeinde. Was also in der christlichen Szene in der Realität eine grosse Gruppe zu sein scheint, kommt in dieser Studie kaum vor. Spannend ist, dass sie starke Unterschiede in den Antworten der „Gemeindelosen“ und den „Gemeindegängern“ feststellen. Spannend ist auch, was diese Gruppe zeigt: Sie wollen eigentlich nicht wirklich zu einer Gemeinde gehören – auch wenn sie es sagen… Denn durchschnittlich sind sie schon seit 2,5 Jahren ohne Gemeinde und der Grund ist zu 67% Umzug. Ich sage es mal krass: Ein guter Vorwand „auszusteigen“… Aber ich glaube, dass das die Realität ziemlich gut wiedergibt und das diese Personen, ebenso wie die Nicht-Christen die Resultate einer solchen Studie prägen sollten, wenn wir die Erkenntnisse in die Praxis umsetzen wollen!</li>
<li>21% der JE geben an verheiratet zu sein oder bereits Kinder zu haben. Diese Personengruppe in diesem Lebensabschnitt ist meiner Erfahrung gemäss normalerweise angepasster, stetiger und auch eher „heimisch“ in einer Gemeinde. Dies spiegelt dann auch die Resultate der Studie.</li>
</ul>
<h3>Diskrepanz in der Wahrnehmung der Jungen Erwachsenen und der Pastoren</h3>
<p>Ein weiterer interessanter Punkt, der in der Studie immer wieder hervorgehoben wird, ist die unterschiedliche Wahrnehmung der Befragten und der in der Vorstudie befragten Leitenden (Pastoren, Vollzeiter, etc). Kurz gesagt: Die Vollzeiter glauben, dass die JE sehr unzufrieden sind mit der Gemeinde. Die Studie zeigt aber, dass sich die JE eigentlich wohl fühlen. Daraus kann man zwei Schlüsse ziehen:</p>
<ol>
<li>Liebe Vollzeiter, ihr denkt zu negativ. Es ist gar nicht so schlimm, wie ihr denkt. Ihr macht euren Job viel besser, als ihr in selbst einschätzt. Nur Mut!<br />
PS: Wenn du diese Ermutigung gerade brauchst – dann nimm sie für dich! Ich glaube nämlich, dass das im Normalfall wirklich meist zutrifft!</li>
<li>Es ist ein Hinweis darauf, dass andere Gemeinden in der Vorstudie involviert waren, als dann in der effektiven Studie. Meine Vermutung geht in diese Richtung. Ich denke, dass viele Leitende geantwortet haben, die unter der bereits erwähnten Realität leiden: Die JE gehen. Handkehrum werden die JE geantwortet haben, die noch aktiv und mit vollem Interesse dabei sind. Vielleicht eben gerade aus Gemeinden, wo die Situation wirklich anders ist, als an den meisten Orten.</li>
</ol>
<p>Das einfach noch eine kleine Nebensache, die mir aufgefallen ist und meine Theorie dazu. Denn offenbar brachte diese Diskrepanz die Macher der Studie ziemlich ins Grübeln…</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Die Studie kann hilfreiche Hinweise geben:</p>
<ul>
<li>Art und Mittel zum geistlichen Wachstum (Themen wie Mentoring etc)</li>
<li>Dass es möglich ist, JE Christen in den Gemeinden zu halten und zu begeistern! (Halleluja! <img src='http://young-people.ch/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> )</li>
<li>Realisieren, dass diese Generation an der Spannung zwischen Wunsch und Realität leidet</li>
<li>Der Wunsch JE eigenständig und vollwertig zu sein – nicht nur Bindeglied zur Familie</li>
</ul>
<p>Die Studie wirft in mir aber auch viele Fragen auf. Diese Fragen sind meiner Meinung nach entscheidend: Was ist mit den Noch-Nicht-Christen? Wie muss Gemeinde sein (auch Angebote, Programme, Gottesdienste), um diese Generation zu erreichen? Was sind auch die entscheidenden Faktoren, um die grosse Zahl der JE, die mit Gemeinde und vielleicht Glauben „abgehängt“ haben (und ich behaupte, dass diese Gruppe  verhältnismässig signifikant höher ist, als in dieser Studie berücksichtigt) wieder zu gewinnen?<br />
Diese Fragen müssen wir uns stellen und Antworten suchen! Wenn wir es verpassen, werden wir nur auf die fromme Subkultur hören, die mit ihren Antworten oft ziemlich laut ist und damit in den meisten Fällen am erklärten Ziel von Gott vorbeischiessen: „Gott will, dass alle Menschen gerettet werden!“ (1.Timotheus 2,4)</p>
<p>Die Dran-Studie 19+ kann hier bestellt werden: <a href="http://www.bvmedia.ch/" target="_blank">BV-Media</a></p>
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		<title>Freikirchler sind offener</title>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2011 12:42:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Berra</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 4.April 2011 erschien in der NZZ ein Interview mit Christoph Morgenthaler, der als Theologe an der Uni Bern, den <br />>>mehr dazu...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/05/jump.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2546" title="jump" src="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/05/jump-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Am 4.April 2011 erschien in der NZZ ein Interview mit Christoph Morgenthaler, der als Theologe an der Uni Bern, den Glauben von Jugendlichen in der Schweiz untersucht. Einige interessante Aussagen sind darunter zu finden, die Aufschluss darüber geben können, wie christliche Jugendliche und Junge Erwachsene ticken. Gleichzeitig ist es auch spannend ein fundiertes Bild vom Verhältnis der Jungen zu Religion zu bekommen.<span id="more-11825"></span></p>
<p><strong><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/hochreligioese_sind_offener_1.10124485.html" target="_blank">Hier den ganzen Artikel auf nzz.ch lesen</a></strong></p>
<h3>Einige Auszüge und Schlussfolgerungen:</h3>
<blockquote><p>&#8220;Es ist zum Beispiel nicht unbedingt so, wie vielfach behauptet, dass  Jugendliche sich ihre Religiosität zusammenbasteln. Sie sind erstaunlich  traditionell in ihrem Glauben.&#8221;<br />
&#8220;Die Jugendlichen sind zwar im Schnitt nicht sehr überzeugt von ihrer  Religion. Aber ihre Angaben stehen in klarem Zusammenhang mit der  religiösen Herkunft. Katholische Jugendliche beziehen sich auf den  Katholizismus, reformierte auf den Protestantismus und Muslime auf den  Islam.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wenn wir also mit Jugendlichen in Kontakt sind, so sind sie nicht wie manchmal vermutet unbeschriebene Blätter. Wahrscheinlich stärker als bei anderen Generationen nehmen sie Bezug auf ihre Wurzeln. Das kann durchaus eine Chance sein!</p>
<blockquote><p>Nicht-Religiöse Jugendliche: &#8220;Man findet darunter solche, die an Gott glauben, und noch mehr, die auf  der Suche nach Religiosität sind. Aber sie beten kaum und gehen nicht in  Gottesdienste.&#8221;</p></blockquote>
<p>Aber sie sind auf der Suche&#8230; Das heisst, dass man sie dort &#8220;abholen&#8221; kann. Vielleicht führt auch ein festgefahrenes Bild von Religion, Gebet und Gottesdienst dazu, dass sie sich eher fernhalten. Vielleicht bestehen Chancen, wenn man diese Vorstellungen revidieren helfen kann.</p>
<blockquote><p>&#8220;&#8230;mit Abstand am stärksten sind die freikirchlichen Jugendlichen in ihrem  Glauben verankert. Sie definieren sich selbst auch am stärksten über  ihre Religion.&#8221;<br />
Sind z.B. Freikirchler konservativer? &#8220;Nein, und das erstaunte uns sehr. Unter ihnen ist die Akzeptanz der  religiösen Pluralität in der Schweiz grösser. Ebenso akzeptieren sie  eher den Wunsch aller Religionsgruppen nach eigenen Versammlungsräumen  inklusive Minaretten. Sie sind offener als der Rest.&#8221;<br />
&#8220;Auch wenn der Stellenwert [der Religion] hoch ist, haben die Jugendlichen keine  Scheuklappen. Sie setzen sich intensiv mit Religiosität auseinander und  plappern nicht irgendetwas nach.&#8221;</p></blockquote>
<p>Spannend&#8230; In der jungen Generation von Freikirchlern herrscht eine grössere Welt-Offenheit als bei der Mehrheit der Nicht-Religiösen Jugendlichen. Das ist mal wirklich spannend&#8230;! Keine Scheuklappen und kein Nachplappern. Das sind doch gute Neuigkeiten!<br />
Interessant wäre es nun, ob dieses Bild auch die Kirchen und Gemeinden reflektieren? Grosse Offenheit, keine Scheuklappen vor anderem und kein Nachplappern &#8211; sind das Eigenschaften, die in unseren Gemeinden gewichtet werden? Oder könnte es sein, dass es hier innerhalb der frommen Szene, innerhalb der Generationen auseinanderklafft? Könnte es sein, dass hier auch ein Grund für Spannungen innerhalb der Gemeinden liegt mit den Folgen, dass viele Junge Erwachsene die Gemeinde verlassen oder nicht richtig heimisch werden?<br />
Auf jeden Fall lohnt es sich, hier gut und genau hinzuschauen.</p>
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		<title>10 Fragen an Alexander Bächli</title>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2011 09:49:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Berra</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Name: Alexander Bächli Wohnort: Wetzikon Alter: 30 Zivilstand: Ledig Konfession/ Religion: Christ 1. Welches sind deine drei liebsten Beschäftigungen in <br />>>mehr dazu...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/05/alex_baechli.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2556" title="alex_baechli" src="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/05/alex_baechli-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Name:</strong> Alexander Bächli<br />
<strong>Wohnort:</strong> Wetzikon<br />
<strong>Alter:</strong> 30<br />
<strong>Zivilstand:</strong> Ledig<br />
<strong>Konfession/ Religion:</strong> Christ<span id="more-11834"></span></p>
<h3>1. Welches sind deine drei liebsten Beschäftigungen in deiner Freizeit?</h3>
<p>Fotografieren, Sport, Lesen</p>
<h3>2. Welcher „Wert“ ist für dich im Leben am Wichtigsten. Wieso?</h3>
<p>Ich schwanke zwischen Verlässlichkeit und Treue. Dies sind zwei Tugenden, die ich wegen ihres grossen Einflusses auf das menschliche Zusammenleben als sehr wichtig erachte.</p>
<h3>3. Was ist das Beste, das du in deinem Leben hast?</h3>
<p>Die obligatorische &#8220;richtige&#8221; Antwort des Christen wäre wahrscheinlich: Gott. Und das stimmt auch. Wohl an zweiter Stelle kommt meine Freundin.</p>
<h3>4. Was ist in deinem Leben deine grösste Herausforderung?</h3>
<p>Ich sehe mich häufig mit der Herausforderung konfrontiert, mich nicht auf mich, auf meine Weisheit oder meinen Besitz zu verlassen. Dies sind Dinge, auf die ich mich als natürlicher Mensch &#8211; bedingt durch meine Erziehung und meinen Werdegang &#8211; wohl ausschliesslich verlassen würde.</p>
<h3>5. Welche einschneidenden Veränderungen hat dein Glaube seit deiner Kindheit hinter sich?</h3>
<p>Ich kam erst in meiner Jugend zum Glauben, so dass ich dazu nichts sagen kann.</p>
<h3>6. Wer oder was unterstützt dich auf deiner geistlichen Reise am stärksten/besten?</h3>
<p>Meine Freunde und meine Heimatgemeinde.</p>
<h3>8. Wenn du alles, was du willst, in deiner Gemeinde/ Kirche ändern könntest, was würdest du unternehmen?</h3>
<p>Ich würde die Stuhlbezüge austauschen.</p>
<h3>9. Welche Persönlichkeit, welche Eigenschaften müsste eine Leitungspersönlichkeit haben, damit du ihr folgen würdest? Welche würden dich abschrecken? Wieso?</h3>
<p>Eine Führungsperson muss integer sein und einen konkreten Plan für ihr persönliches Leben sowie die Gemeinde haben. Daneben muss sie einerseits die ihr Unterstellten so wertschätzen, wie sie sind, und andererseits diese auch zu persönlichem Wachstum anspornen können. Ich erwarte, dass eine solche Person getreu dem Beispiel Jesu lebt.</p>
<h3>10. Wie sollte dein Leben in 5 Jahren aussehen? Beschreibe es…</h3>
<p>Keine Antwort</p>
<p><strong><em>“10 Fragen” stellt Fragen an Menschen in den 20ern (twens),  die in den Kirchen und Gemeinden weitgehend fehlen. Die Interviews  werden mit Christen und Noch-Nicht-Christen geführt und versuchen einen  Einblick in die Lebenswelt und das Denken der “20er” zu geben. Diese “10  Fragen”-Interviews sind ein Teil des 20er-Dossiers, das im 2011 von <a href="http://www.fegjugend.ch/" target="_blank">FEGjugend.ch</a> erstellt wird.</em></strong></p>
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		<title>Umfrage unter Jungen Erwachsenen: Zwischen Wunsch und Realität</title>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2011 07:18:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Berra</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Herbst 2010 hat das O2, die junge Kirche im Prisma, Rapperswil, unter rund 190 Jungen Erwachsenen eine umfassende Umfrage <br />>>mehr dazu...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/05/superhero.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2536" title="superhero" src="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/05/superhero-e1305184579836-300x203.jpg" alt="" width="300" height="203" /></a>Im Herbst 2010 hat das <a href="http://www.o2-online.ch" target="_blank">O2, die junge Kirche im Prisma, Rapperswil</a>, unter rund 190 Jungen Erwachsenen eine umfassende Umfrage durchgeführt. Dieser Artikel versucht die Ergebnisse in Thesen zu formulieren. <span id="more-11811"></span>Einige der Fragen hatten einen direkten Zusammenhang zur Arbeit vor Ort, aber es können trotzdem allgemeine Feststellungen daraus abgeleitet werden. Viele Fragen – gerade auch bei der Umfrage unter nicht kirchlich Integrierten – sind jedoch unabhängig von der lokalen Arbeit.</p>
<h3>Die folgenden Thesen beruhen auf dieser Umfrage.</h3>
<ol>
<li><strong>Es ist möglich Junge Erwachsene innerhalb der Gemeinde/ Kirche zu gewinnen!</strong><br />
Meiner Meinung nach sind das ermutigende und gute News J.</li>
<li><strong>Ein eigenständiger, regelmässiger Gottesdienst mit eigenem Charakter</strong>, lebensrelevanten Themen und einer attraktiven, einladenden Atmosphäre wird sehr geschätzt und ist ein wichtiger Bestandteil, Junge Erwachsene zu gewinnen. Sonntagabend um 19.00 Uhr scheint der optimalste Zeitpunkt dafür zu sein.</li>
<li><strong>Mittelmässigkeit – weder gut noch schlecht: </strong>Viele Junge Erwachsene sind nur mittelmässig mit ihrem geistlichen Leben zufrieden und Jesus scheint nur sehr bedingt die prägende Rolle im Alltag zu haben, die ihm zusteht und die sich die Leute wünschen würden.<br />
Mittelmässig ist auch ihr Engagement. Das zeigt sich bei der Mitarbeit, im Spendenverhalten oder in der Regelmässigkeit des Gottesdienstbesuchs.</li>
<li><strong>Persönliche Kontakte, Gespräche, etc</strong> schätzen die meisten als besonders wichtig ein, um geistlich vorwärtszukommen. Trotzdem scheinen diese fördernden Kontakte bei vielen nicht in eine konkrete Form (Mentoring, Zweierschaften) zu kommen. Interessanterweise decken Kleingruppen dieses Bedürfnis nur bedingt ab.</li>
<li><strong>Die Diskrepanz zwischen Wunsch und Realität ist sehr stark!<br />
</strong>Man findet es wichtig, dass der Gottesdienst wöchentlich stattfindet, aber nur die Hälfte der Befragten besucht ihn auch wöchentlich (der Rest 1-3 Mal pro Monat).<br />
Angebote wie Camps, Weekends, soziale Einsätze etc werden als wichtig bewertet. Trotzdem werden sie nur spärlich genutzt.<br />
Auch wenn Gottes Sache bei sehr vielen zuvorderst in der Lebensrangliste steht, so klafft die Realität weit auseinander. Wie eben erwähnt würden konkrete 1:1 Beziehungen wichtig sein, um gerade diese Kluft zu überwinden, aber die wenigsten gehen die konkreten Schritte in diese Richtung.</li>
</ol>
<p><strong>Fazit:</strong> Junge Erwachsene schätzen und brauchen „ihr Ding“. Einen Ort, einen Gottesdienst, einen Treffpunkt, wo sie sich in einem Rahmen treffen können, der ihnen entspricht. Das allein macht es jedoch noch nicht aus. Persönliche Beziehungen, Kontakte, sind ebenso wichtig. Hier ist im Bereich von Mentoring, Coaching und Zweierschaften noch viel Potenzial und Chancen vorhanden. Das Ziel muss dabei sein, den Glauben und das Wunschdenken im Alltag praktisch werden zu lassen. Junge Erwachsene sind hier überfordert und brauchen konkrete Unterstützung.</p>
<h3><a href="http://o2.prisma-online.org/news/files/2010/08/Auswertung-grosse-O2-Umfrage.pdf">Komplette Umfrage-Ergebnisse herunterladen&#8230;</a></h3>
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		<title>Junge Erwachsene in der Gemeinde</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 16:21:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Berra</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Janine stößt mit zehn Jahren zur Jungschargruppe, fühlt sich dort wohl. Selbstverständlich wechselt sie mit sechzehn Jahren in die Jugendgruppe. <br />>>mehr dazu...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/03/girl.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2487" title="girl" src="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/03/girl-199x300.jpg" alt="" width="159" height="240" /></a>Janine stößt mit zehn Jahren zur </strong><strong>Jungschargruppe, fühlt sich dort wohl. Selbstverständlich wechselt sie mit sechzehn Jahren in die </strong><strong>Jugendgruppe. Es gefällt ihr, die Gemeinschaft ist gut, das Programm spricht sie an.</strong><strong> Inzwischen ist Janine 25. In der Jugendgruppe kommen immer wieder Jüngere dazu, Janine fühlt sich lang­sam zu „alt“ für die Jugendgruppe&#8230;</strong></p>
<p><span id="more-11403"></span>Aber noch immer will sie mit einer Gruppe zusammenkommen, sich mit aktuellen Themen auseinandersetzen, über Fragen des persönlichen Lebens und Glau­bens im Gespräch bleiben. Wo ist ihr Platz? Wo und wie kann sie sich in der Gemeinde engagie­ren?</p>
<h2>Die Situation von Jungen Erwachsenen</h2>
<p><strong>Das Jugendalter war die Zeit der Identifikation. Jetzt lautet die Frage: Wie gestalte ich mein Leben? – Das ist auch die Phase des materiellen Auf­baus, in der weniger Zeit für geistliche Fragen bleibt.</strong></p>
<p>In dieser Zeit fallen <strong>wichtige Lebens-Entscheidungen</strong>:</p>
<ul>
<li>bei vielen ist es noch die Zeit der Berufsfindung</li>
<li>eine Vielzahl von wichtigen Abschlußprüfungen</li>
<li>eigenes Zimmer/Wohnung – Umzug</li>
<li>endgültige Loslösung vom Elternhaus</li>
<li>Partner/innensuche</li>
<li>Familiengründung</li>
<li>Aufbau einer beruflichen Existenz – starkes berufliches Engagement</li>
</ul>
<p>Das bedeutet viele wechselnde Fragestellungen und neue Aufgaben. Während die einen schon über Erziehungsfragen diskutieren, fragen andere sich, wo und wie sie dieses Jahr ihre Ferien verbringen sollen. Junge Familien stehen unter Druck: Berufliche Position sichern, ein „Nest“ bauen, Kinder be­treuen, Kontakte pflegen – wieviel Zeit bleibt zur Mitarbeit in der Gemeinde? Gerade beruflich und privat Engagierte könnten auch in der Gemeinde einiges auf die Beine stellen. Aber die Zeit ist immer knapp.</p>
<p><strong>Der junge Erwachsene definiert seine Haltung zum Glauben und zur Gemeinde jetzt eigen­ständig. Kontakte und Mobilität weiten den (geistlichen) Ho­rizont.</strong></p>
<p><strong>Die Jugendarbeit begleitete die Phase der Reifung. Die Arbeit mit jungen Erwachsenen ist ei­gentlich eine Art „Ernte-Phase“. Hier bilden sich lang­fristige Lebenseinstellungen. Hier muß die Gemeinde präsent sein!</strong></p>
<h2>Unterschiede vor 20 und nach 20</h2>
<p><em>nach: <em>Bewegung im Glauben</em>, in:<em> Zwischen 25 und 35</em>,  Martin Weingardt, Mitarbeiterhilfe 1/97, CVJM-Gesamtverband  Deutsch­land. – Die befragten 276 jungen Erwachsenen im Alter zwischen  20 bis 30 waren alle in den Lebensjahren vor 20 Mitarbeitende in der  Jugendarbeit gewesen.</em></p>
<h4><a href="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/03/cross.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2476" title="cross" src="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/03/cross-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Der Glaube kommt in Bewegung</h4>
<ul>
<li>Über 73% der befragten jungen Erwachsenen gaben an, daß sich in der Zeit nach 20 „sehr We­sentliches“ oder „alles“ in ihrer Religiosität veränderte. Nur eine Minderheit ist es, die in diesen Jahren „nur unwesentliche“ (21%) oder „keine“ (4%) <strong>Veränderungen ihres Glau­bens</strong> verzeich­net. Es ist also die Regel, daß sich zwischen 20 und 30 der Glaube in einem entschei­denden Um­bruch befindet!</li>
<li>Während der <em>Jugendglaube</em> bei den meisten von einer Eltern- und Gruppenorientiertheit und damit eher von Anpassung und Kontinuität geprägt war, finden die entscheidenden <em>inhaltli­chen</em> Auseinandersetzungen – entgegen landläufiger Meinung – erst im Junge-Erwachsenen-Alter statt!</li>
<li>Rund drei Viertel geben an, daß sie sich nach 20 <strong>an einer anderen Gruppe orientieren</strong> als vor 20. Diese Neuorientierung ist weniger eine Reaktion auf die jeweilige Gemeindegruppie­rung, son­dern eher eine konstante Größe in dieser Altersgruppe.</li>
<li><strong>Begegnungen mit nicht- oder andersgläubigen Menschen</strong> werden nach 20 häufiger bzw. die dar­aus entstehenden neuen Beziehungen intensiver und damit herausfordernder: Die Sichtweise ei­nes Menschen, den ich sehr schätze, mit dem ich vielleicht sogar zusammen­lebe, kann ich nicht mehr so einfach wegschieben oder mit einem Satz vom Tisch wischen. Ich muß mich damit per­sönlich auseinandersetzen. Und mancher scheinbar sichere Glaube bekommt nun erstmals Krat­zer.</li>
<li>Als Auslöser der Veränderungsprozesse ihres Glaubens nennen 14% der Befragten „Kon­flik­te mit Eltern bzw. Leuten aus der Gemeinde oder Gruppe“, 68% aber „Ge­sprä­che/Aus­ein­an­der­setzungen mit anderen Leuten.“</li>
</ul>
<h4>In welche Richtung verändert sich der Glaube?</h4>
<ul>
<li>Es ist eine Zunahme der <strong>Nachdenklichkeit</strong>, der <strong>Reflexion</strong> des Glaubens festzustellen. Das ist zu 33% für unter 20-Jährige wichtig, aber zu 61% für über 20-Jährige. An die Stelle eines un­kriti­schen und unreflektierten Glaubens tritt allerdings häufig ein genereller und undiffe­renzierter Rela­tivismus im Blick auf Glaubenswahrheiten.</li>
<li>Im Blick auf die <strong>Glaubenspraxis</strong> fällt bei den über 20-Jährigen auf, daß Stille Zeit, Bibelle­sen nur bei etwa 20% der Befragten abnimmt, bei 38% jedoch zunimmt.</li>
<li>Stark zunehmend ist die <strong>Suche nach anderen Formen des Zusammenlebens von Chri­sten</strong>: in den Jah­ren nach 20 ist das für 48% wichtig, vor 20 nur für 17%.</li>
<li>Persönliche <strong>Erfahrungen mit Gott im Alltag</strong> ist vor 20 für 64% wichtig, nach 20 sogar für 75%.</li>
<li>Insgesamt sagten 91% der Befragten, daß in der Zeit nach 20 der Glaube – trotz oder wegen der massiven Veränderungen – eine große <strong>Bedeutung im Leben</strong> hatte.</li>
<li>Ein starker Einbruch ist bei der <strong>Verbundenheit mit der Gemeinde vor Ort</strong> festzustellen. Die feste <em>Zugehörigkeit</em> zu einer Gemeinde wird unwichtiger, eine <em>Privatisierung</em> des Glau­bens findet statt. Kleinere, eher private Bezugsgruppen gewinnen an Bedeutung.</li>
<li>Viele haben den Streß und die Überforderung in der Mitarbeit kennengelernt. Nach 20 <strong>stei­gen</strong> 60% <strong>als Mitarbeitende</strong> aus der Jugendarbeit <strong>aus</strong>. Jede/r Dritte von diesen en­gagiert sich wie­der irgendwo in der Gemeindearbeit als Mitarbeitende/r. Manche sind vorsichtig geworden mit Kontakten, denn „wenn man Christen den kleinen Finger gibt, dann nehmen sie bald die ganze Hand.“</li>
<li><strong>Gespräche über Glaubensfragen</strong>: Nach 20 reden 63% mit ihren Freunden und Bekannten über Fragen ihres Glaubens, aber nur 23% auch mal mit Vollzeitern (Pastor, Jugendsekre­tär …).</li>
<li>Gespräche über den Glauben nehmen nach 20 nicht ab, sondern zu. Vor 20 (als sie noch in der Jugendarbeit mitarbeiteten!) hatten (ergriffen?) nur 55% die Gelegenheit, über die eige­nen Fragen und Pro­bleme zu reden. Nach 20 hatten (ergriffen?) 95% öfters solch eine Gele­genheit: vor allem in Gesprächen mit neuen Freunden.</li>
<li>Ein <strong>Reden über den Glauben</strong> kann sich nur eine Minderheit von 33% in einem „Kreis jun­ger Erwachsener“ vorstellen, 31% in Freizeiten, ganz schlecht an Gemeindeabenden (20%). – Sehr bevorzugt werden hingegen kleine private Gesprächskreise (56%), Hauskreise (47%). Besonders geschätzt wird „gemeinsame Freizeitgestaltung mit anderen Christen, wo man un­vorbereitet auch über religiöse Fragen redet“ (60%).</li>
</ul>
<h2>Und die Gemeindewirklichkeit? &#8211; Fragen</h2>
<ul>
<li>Der Schritt von der Jugendgruppe in eine andere Gemeindegruppe ist nicht immer einfach. Junge Er­wachsene und Familien bedeuten eine Herausforderung für jede Gemeinde.</li>
<li>Ihre Fragen müssen in der Gemeinde vorkommen. Sie brauchen Gemeinschaft mit anderen, die in denselben Herausforderungen leben. Sie brauchen aktives Verständnis und Respekt.</li>
<li>Oft ist es auch ein Problem, daß unsere Gemeinden vorwiegend familienstrukturiert sind. Wo sind Gefäße, Angebote für junge alleinstehende Menschen, die sich aber (noch) nicht als „Singles“ definie­ren möchten?</li>
<li>Ein Grundproblem ist, daß Gemeinden vielfach Beziehungen und Gespräche institutionalisie­ren wollen. Zu schnell tendiert man zum Aufbau fester Angebote und Struk­turen für die jun­gen Erwachsenen. <em>„Das traditionelle Aufgaben- und Rollenverständnis manches älteren Ver­antwortlichen wird weithin auf den Kopf gestellt werden müssen: Wo er von der Rolle des stets Antwortenden in die des auch ‚Fragenden und Lernenden‘ zu wech­seln vermag, nur da wird ihm vermutlich der Zugang zum Gespräch der jungen Erwachse­nen gelingen.“</em></li>
<li>Manche Jugendliche haben sich in der Jugendarbeit als Mitarbeitende eingesetzt – und nach dem Ausstieg wird von ihnen erwartet, daß sie still und passiv an den Gottesdiensten teilneh­men. Mitgestaltung und Verantwortungsübernahme in der Gemeinde wird ihnen erst einmal ver­wehrt, obwohl sie schon lange als Mitarbeitende tätig waren. – Wie lange will man war­ten, bis sie „würdig“ bzw. „bewährt“ sind?</li>
<li>Gleichzeitig ist aber bei jungen Erwachsenen ein Engagement in der Gemeinde gar nicht selbst­verständlich. Mitarbeiten, sich einzubringen, eine Gruppe prägen zu wollen – das ent­spricht gar nicht immer dem Lebensge­fühl junger Menschen.</li>
</ul>
<h2>Grundsätze und Ideen</h2>
<h4>Wertschätzung und Integration von Anfang an</h4>
<p><a href="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/03/church.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2477" title="church" src="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/03/church-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Schon als Kinder und Jugendliche brauchen junge Menschen die Erfahrung, wie wichtig sie in der Gemeinde sind, daß sie gebraucht werden – nicht nur geduldet sind. Hier geht es um eine grundsätzliche Haltung der ganzen Gemeinde! Sie sollen spüren, daß sie wichtig sind.</p>
<p><strong>Kinder- und Jugendarbeit sind keine „Vorstufen“ zur Gemeinde!</strong></p>
<p><strong>„Jugend ist die Gemeinde von morgen.“ – <span style="text-decoration: underline;">Dieser Satz ist falsch!</span></strong></p>
<p><strong>Worin könnte sich die Wertschätzung Jugendlicher/junger Erwachsener zeigen?</strong></p>
<ul>
<li>Zeitpunkt des Gottesdienstes</li>
<li>Rahmen des Gottesdienstes (Ambience, Sprache)</li>
<li>Alltagsnähe der Predigt – Teenies/Jugendliche sollen im Gottesdienst angesprochen werden.</li>
<li>„Auswahl“ des Pastors</li>
<li>Positiv reden von „der“ Jugend</li>
<li>Zurverfügungstellung von Ressourcen, Möglichkeiten</li>
<li>Schulungen (Jungschileiter etc.) werden durch die Gemeinde bezahlt</li>
<li>Apéro vor dem Gottesdienst</li>
</ul>
<h4>Offenheit und Respekt für diese Altersgruppe – und ihre Chancen!</h4>
<ul>
<li>Manche haben als Leitende in Jungschar und Jugendgruppe mitgearbeitet – und nun?!</li>
<li>Dürfen Frauen in der Gemeinde mit gleicher Selbstverständlichkeit Führungsaufgaben wahr­nehmen, <strong>wie zuvor in der Jugendarbeit</strong>? – Wie oft verlieren wir an dieser Stelle leitungsbe­gabte Frauen!</li>
<li>Wie gehen wir mit kreativ-begabten jungen Erwachsenen um?</li>
<li>Manche Jugendliche gehen ins Ausland an Jüngerschaftsschulen – und kommen mit einem veränderten Horizont zurück. Wo ist Raum, etwas umzusetzen oder zumindest das Gute zu behalten? Wo ist Raum zum Verarbeiten?</li>
<li>Zu vermeiden ist, daß etwas „für“ die jungen Erwachsenen geplant oder organisiert wird.</li>
<li><strong>Im Blick auf junge Erwachsene sollten wir nicht primär in Strukturen denken, sondern die Men­schen im Auge behalten!</strong></li>
</ul>
<p><strong><em>Dieses Dokument ist eine leicht gekürzte und überarbeitete Fassung des </em><a href="http://young-people.ch/ressourcen/ressourcen/junge-erwachsene-und-gemeinde/" target="_blank"><em>Unterrichtsmanuskripts „Und nach der Jugendgruppe? – Junge Erwachsene in der Gemeinde“</em></a><em> von Pfr. Reiner Bamberger. Überarbeitung von Michael Berra. </em></strong></p>
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		<item>
		<title>10 Fragen an Mirjam Kappeler</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 14:38:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Berra</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Name: Mirjam oder &#8220;Miri&#8221; Kappeler Wohnort: Bubikon, Zürcher Oberland Alter: 23 Beruf/Ausbildung: im Studium zur Oberstufen-Lehrerin (6. Semester von 9) <br />>>mehr dazu...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/03/Mirjam-Kappeler.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2445" title="Mirjam Kappeler" src="http://young-people.ch/lifestyle/files/2011/03/Mirjam-Kappeler-e1300458725655-300x206.jpg" alt="" width="270" height="185" /></a>Name: </strong>Mirjam oder &#8220;Miri&#8221; Kappeler<br />
<strong>Wohnort:</strong> Bubikon, Zürcher Oberland<br />
<strong>Alter:</strong> 23<br />
<strong>Beruf/Ausbildung:</strong> im Studium zur Oberstufen-Lehrerin (6. Semester von 9)<br />
<strong>Zivilstand:</strong> seit 6 Jahren verliebt<br />
<strong>Konfession/Religion:</strong> offiziell: konfessionslos, inoffiziell: aktive Christin</p>
<p><span id="more-11379"></span></p>
<h3><!--more--></h3>
<h3>1. Welches sind deine drei liebsten Beschäftigungen in deiner Freizeit?</h3>
<p>Meine liebste Beschäftigung ist das Leben teilen mit anderen Menschen. Ich gehe gerne spazieren, Kaffee trinken, ich koche gerne, ich unterhalte mich gerne,&#8230; mit Menschen.</p>
<p>Ausserdem singe ich leidenschaftlich gerne. Ich habe seit circa 6 Jahren Gesangsunterricht und durfte dies in diversen Worship-Bands auch einsetzen. Wenn ich singe, dann wird meine Seele befreit, befreit vom Alltagstrott und von allen Sorgen.</p>
<p>Und natürlich mache ich gerne Sport. Am liebsten bin ich im Sommer auf dem Bike und im Winter auf dem Snowboard in der Natur unterwegs. Aber ich schwimme auch jede Woche und mit meinem Freund spiele ich ab und zu Badminton. Auch das ist eine gute Abwechslung zum Sitzen in den Hörsälen und zum ständigen zuhören und mitschreiben.</p>
<h3>2. Welcher „Wert“ ist für dich im Leben am Wichtigsten. Wieso?</h3>
<p>Spontan würde ich sagen: Ehrlichkeit. In der Ehrlichkeit sind nämlich noch viele weitere Werte verborgen, zum Beispiel Vertrauen, Wertschätzung, Verlässlichkeit oder Treue. Mir ist es wichtig, authentisch zu leben und meinen Mitmenschen nichts vorzumachen. Ehrlichkeit ist die Basis von allem. Auf ihr kann man Beziehungen aufbauen, sei das zu Mitarbeitern, Kunden, Freunden, Schülern, Kindern und Partnern. Gott erwartet von uns, dass wir mit ihm und den Mitmenschen ehrlich sind, und dass wir auch uns selber nichts vormachen.</p>
<h3>3. Was ist das Beste, das du in deinem Leben hast?</h3>
<p>Das Beste, was ich im Leben habe und schon immer gehabt habe, ist Gott an meiner Seite. Er half mir durch viele Hochs und Tiefs und er rettete mir schon einige Male das Leben. Natürlich gibt es in meinem Leben auch viele wichtige Menschen. Aber Menschen sind flüchtig, sie kommen und gehen. Gott aber blieb und bleibt immer bei mir.</p>
<h3>4. Was ist in deinem Leben deine grösste Herausforderung?</h3>
<p>Meine grösste Herausforderung ist es, von Gottes Liebe weiter zu erzählen. Ich ertappe mich immer wieder, wie ich Chancen vorbeiziehen lasse, ohne sie zu nutzen. Ich vergesse (oder verdränge) meinen Auftrag hier auf Erden und lebe einfach vor mich hin. Das ist ziemlich egoistisch und es stimmt mich traurig.<br />
Mir fällt es allgemein schwer, Gott in meinen Alltag mit einzubeziehen und ihn nicht immer zu vergessen, wenn es mir gut geht oder eine Hersausforderung auf mich zukommt. Oft schreie ich erst zu ihm, wenn ich so weit unten bin, dass ich mich nicht mehr selber herauswinden kann.</p>
<h3>5. Welche einschneidenden Veränderungen hat dein Glaube seit deiner Kindheit hinter sich?</h3>
<p>Ich wuchs in einem christlichen Elternhaus auf. Als Kind glaubte ich, ohne zu hinterfragen. Irgendwann kam ich an den Punkt, als ich mich entscheiden musste, ob ich weiterhin an Gott glauben möchte, oder ob ich einen anderen Weg einschlagen sollte. Ich entschied mich, eine Zeit lang ohne Gott unterwegs zu sein und klammerte mich an Menschen. Diese Menschen enttäuschten mich bitterlich und ich kehrte weinend und ganz klein zurück zu Gottes Tür und klopfte an. Ich wusste von da an, dass ich nicht ohne ihn leben konnte und wollte.</p>
<p>In meinem Herzen habe ich eine Gewissheit, dass es Gott gibt und dass er es gut mit mir meint. Ich versuche, um ihn herum zu kreisen und mich nicht all zu weit von ihm zu entfernen. Manchmal falle ich aber hin und merke, dass ich weit weg bin von seinem Vaterherz und selber versuche, alles hinzukriegen. Meist hilft mir die Musik oder ein Gebet mit meinem Freund dann zurück zu seinem Herz.</p>
<h3>6. Wie würdest du deine Beziehung zu Gott beschreiben?</h3>
<p>hm, meine Beziehung zu Gott&#8230;beschreiben&#8230;das ist schwierig. Ich habe Gott als meinen Vater und Schöpfer anerkannt und ich habe Jesus Christus in mein Herz aufgenommen und ihn um Vergebung für alle meine Sünden gebeten. Gott ist immer mit mir. Wir reden miteinander, mal mehr, mal weniger. Immer wenn ich mich von ihm entferne, schickt er mir einen Menschen, ein Lied oder ein Zeichen aus der Natur, das mich zurück zu ihm führt.</p>
<p>Ich würde sagen, dass er für mich wie ein Vater ist. Mein leiblicher Vater ist super und wir verstehen uns ausgezeichnet. Er lenkte mich, wie auch Gott dies tut, durch mein Leben und lachte und weinte mit mir. Unsere Beziehung ist nicht einseitig. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich an die Decke bete, sondern ich spüre, dass er mir zuhört und mir immer zur richtigen Zeit beisteht, in den kreativsten Formen.</p>
<h3>7. Wer oder was unterstützt dich auf deiner geistlichen Reise am stärksten/besten?</h3>
<p>Einmal in der Woche treffe ich mich mit einer Freundin und wir kochen  und essen zusammen, wir tauschen aus, wir diskutieren, wir lesen in der  Bibel und wir beten für- und miteinander. Das ist eine sehr wertvolle  und lehrreiche Zeit. Und es spornt mich an, in der Bibel zu lesen. Mit meiner Freundin kann ich über alles reden. Wir diskutieren viel über Bibeltexte, was sie in uns auslösen, womit wir Mühe haben und was uns besonders ermutigt. Wir schreiben jede Woche Gebetsanliegen auf und beten füreinander unter der Woche. Das stärkt meine Beziehung zu Gott extrem. Des Weiteren geniesse ich es, wenn mein Freund und ich zusammen beten können. Das gemeinsame Gebet hat eine enorme Kraft und das ermutigt mich und schweisst uns zusammen.<br />
Auch die gemeinsamen Gottesdienst am Sonntagabend tragen zu meinem geistlichen Wachstum bei und geben mir Anlass, über mein Leben und mein Handeln nachzudenken.</p>
<h3>8. Wenn du alles, was du willst, in deiner Gemeinde/ Kirche ändern könntest, was würdest du unternehmen?</h3>
<p>Ich würde die Gottesdienste wieder gemeinsam feiern, und nicht getrennt am Morgen die Familien und älteren Generationen und am Abend die Jungen Erwachsenen. Ich würde den Gottesdienst um 11 Uhr starten und dann würden alle gemeinsam zu Mittag essen. So bleibt der Sonntagnachmittag, um mit Freunden weiterhin Zeit zu verbringen und spontan Leute einzuladen. Ich würde mir wünschen, dass sich alle kennen und niemand zwischen Stuhl und Bank fällt.</p>
<h3>9. Welche Persönlichkeit, welche Eigenschaften müsste eine Leitungspersönlichkeit haben, damit du ihr folgen würdest? Welche würden dich abschrecken? Wieso?</h3>
<p>Eine Leitungspersönlichkeit lebt authentisch. Das was sie lehrt, muss sie auch selber umsetzen. Leere Worte sind der grösste Verrat für mich. Dies gilt nicht nur für Kirchenoberhäupter, sondern auch für Lehrer, Chefs oder Eltern.</p>
<p>Bei einem Kirchenleiter erkennt und spürt man das Feuer und die Leidenschaft für Gottes Reich. Der Glaube wird vorgelebt, so dass man sich an dieser Person orientieren kann. Diese Person muss überzeugt sein von dem, was sie „predigt“. Und sie kann diese Begeisterung auch weitergeben. Um das zu können, muss man den Menschen möglichst nahe sein und sich von der Kanzel hinab zum „Fussvolk“ begeben.</p>
<p>Eine Leitungspersönlichkeit soll einem mit Nächstenliebe und Wohlwollen entgegentreten, und darf trotzdem eine gewisse Strenge und Bestimmtheit nie verlieren. Sie setzt Leitplanken, ohne die „Untergebenen“ in Ketten zu legen. Sie muss fordern, aber nicht überfordern. Und sie erwartet Grosses von Gott und hat eine Vision / ein Ziel vor Augen.</p>
<h3>10. Wie sollte dein Leben in 5 Jahren aussehen? Beschreibe es…</h3>
<p>In 5 Jahren habe ich meine Ausbildung abgeschlossen und unterrichte an einer Oberstufe. Ich wäre dann gerne verheiratet. Entweder werde ich dann immer noch im Musikbereich in einer Gemeinde tätig sein, oder ich würde mich in der Teenie-Arbeit einsetzen. Teenager liegen mir sehr am Herzen, denn sie sind die Weltbevölkerung von morgen.</p>
<p>Ich möchte unbedingt ein grosses Wohnzimmer mit einem riesigen Esstisch besitzen, so dass unsere Wohnung Platz für viele spontane Gäste bietet. Unsere Haustür soll offen sein für alle.</p>
<p>Ausserdem möchte ich mich vermehrt einsetzen für randständige und arme Menschen. Sei das hier in der Schweiz (zum Beispiel Pfarrer Ernst Siebers Werke) oder auch im Ausland.</p>
<p><strong><em>&#8220;10 Fragen&#8221; stellt Fragen an Menschen in den 20ern (twens), die in den Kirchen und Gemeinden weitgehend fehlen. Die Interviews werden mit Christen und Noch-Nicht-Christen geführt und versuchen einen Einblick in die Lebenswelt und das Denken der &#8220;20er&#8221; zu geben. Diese &#8220;10 Fragen&#8221;-Interviews sind ein Teil des 20er-Dossiers, das im 2011 von <a href="http://www.fegjugend.ch" target="_blank">FEGjugend.ch</a> erstellt wird.</em></strong></p>
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<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 13pt 51pt; text-indent: -27pt; line-height: 17pt;"><span style="font-size: 15pt; font-family: &amp;amp;amp; color: #1e37f4;" lang="DE"><span>10.<span style="font: 7pt &amp;amp;amp;"> </span></span></span><span style="font-size: 15pt; font-family: &amp;amp;amp; color: #1e37f4;" lang="DE">Wie sollte dein Leben in 5 Jahren aussehen? Beschreibe es…</span><span style="font-size: 15pt; font-family: &amp;amp;amp;" lang="DE"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13pt; line-height: 17pt;"><span style="font-size: 15pt; font-family: &amp;amp;amp;" lang="DE"><span> </span>In 5 Jahren habe ich meine Ausbildung abgeschlossen und <span> </span>unterrichte an einer Oberstufe. Ich wäre dann gerne <span> </span>verheiratet. Entweder werde ich dann immer noch im <span> </span>Musikbereich in einer Gemeinde tätig sein, oder ich würde <span> </span>mich in der Teenie-Arbeit einsetzen. Teenager liegen mir sehr <span> </span>am Herzen, denn sie sind die Weltbevölkerung von morgen. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13pt; line-height: 17pt;"><span style="font-size: 15pt; font-family: &amp;amp;amp;" lang="DE"><span> </span>Ich möchte unbedingt ein grosses Wohnzimmer mit einem <span> </span>riesigen Esstisch besitzen, so dass unsere Wohnung Platz <span> </span>für viele spontane Gäste bietet. Unsere Haustür soll offen sein <span> </span>für alle.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom: 13pt; line-height: 17pt;"><span style="font-size: 15pt; font-family: &amp;amp;amp;" lang="DE"><span> </span>Ausserdem möchte ich mich vermehrt einsetzen für <span> </span><span> </span>randständige und arme Menschen. Sei das hier in der <span> </span>Schweiz (zum Beispiel Pfarrer Ernst Siebers Werke) oder auch <span> </span>im Ausland.</span></p>
<p><span style="font-size: 15pt; font-family: &amp;amp;amp;" lang="DE"><span> </span>Gottes Wille soll noch mehr verankert sein in meinem Herzen <span> </span>und meine Ohren offen für seine Worte. Ich möchte ihn noch <span> </span>mehr in meinen Alltag integrieren und weniger versuchen, alles <span> </span>selber zu machen.</span></p>
</div>
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